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Gardinenladen Scharlau
Alter Laden, neuer Inhaber

Ein altes Traditionsunternehmen darf nicht einfach so aus dem Anklamer Stadtbild verschwinden, findet Thoralf Ebner. Dementsprechend hat der 52-Jährige nun auch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und seit dem 1. Mai das Fachgeschäft des Innenausstatters Scharlau von seinem bisherigen Chef übernommen.

Thoralf Ebner

Ein altes Traditionsunternehmen darf nicht einfach so aus dem Anklamer Stadtbild verschwinden, findet Thoralf Ebner. Dementsprechend hat der 52-Jährige nun auch den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und seit dem 1. Mai das Fachgeschäft des Innenausstatters Scharlau von seinem bisherigen Chef übernommen. Seit über 100 Jahren ist der Laden in Anklam unter diesem Namen bekannt und soll dementsprechend weiter fortgeführt werden. Heute soll noch eine kleine feierliche Übergabe im Geschäft in der Pasewalker Straße stattfinden. 

Der Laden an sich ist Thoralf Ebner selbst bestens vertraut. Seit vielen Jahren arbeitet der gelernte Dekorateur in dem Betrieb. Neben ihm gebe es noch drei weitere Mitarbeiter: eine Verkäuferin, eine Näherin und einen Bodenleger. Auch in Zeiten der großen Textilketten habe der kleine Innenausstatter vor Ort immer noch seinen Platz – auch in Anklam, ist sich Ebner sicher.

Denn bei Handtüchern, Bettwäsche und Co. achten viele eben auch auf eine höhere Qualität. Bei anderen Leistungen etwa im Bereich Gardinen oder Teppichware sei man als kleines Unternehmen vor Ort mitunter gar nicht teurer als die großen Ketten. „Wir berechnen zum Beispiel den Anfahrtsweg nicht extra“, sagt Ebner.

Als Mann fühle er sich im Gardinen-Geschäft zudem ganz wohl, sagt er – sein Geschäft sieht der gebürtige Anklamer zudem nicht unbedingt als Frauenthema. „Früher auf den Baustellen habe ich nie Frauen gesehen, die Gardinenstangen montiert oder Teppiche verlegt haben. Das ist ja mitunter auch eine schwere Arbeit“, sagt er.